BGH Urteil FAO Fortbildung stets im aktuellen Jahr Anwz(Brfg)

Bundesgerichtshof

Der Bundesgerichtshof, Senat für Anwaltssachen, hat auf die mündliche Verhandlung vom 8. April 2013 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Kayser, die Richterin Lohmann, den Richter Seiters sowie die Rechtsanwälte Dr. Frey und Dr. Martini für Recht erkannt:

Die Berufung gegen das Urteil des 2. Senats des Niedersächsischen Anwaltsgerichtshofs vom 16. Januar 2012 wird auf Kosten der Beklagten zurückgewiesen.

Zu den Anforderungen der Fachanwaltsausbildung

Aufgrund verschiedener Anfragen einzelner Kammermitglieder zu den Fragen der Qualität und Quantität anderer Anbieter von Fachanwaltslehrgängen, wird von Seiten der Vorstandsabteilung klargestellt, dass grundsätzlich keine Überprüfung der einzelnen Anbieter und des von Ihnen vermittelten, fachanwaltsspezifischen Inhaltes der einzelnen Lehrgänge erfolgt.

Es wird davon ausgegangen, dass jeder Anbieter das für den Erwerb der besonderen theoretischen Kenntnisse gemäß der §§ 4,8 ff. FAO fachanwaltsspezifische Wissen vermittelt. Dabei können Fernlehrgänge und auch Online-Lehrgänge grundsätzlich geeignet sein. Bestätigt der Anbieter in einem besonderen Zertifikat, dass der antragstellende Rechtsanwalt an einem auf die Fachanwaltsbezeichnung vorbereitenden anwaltsspezifischen Lehrgang teilgenommen hat, der alle relevanten Bereiche des Fachgebietes umfasst und mindestens 120 Zeitstunden betragen hat (Ausnahmen in Steuerrecht und Insolvenzrecht), wird dies dem Grunde nach nicht in Zweifel gezogen.

Die Fortbildungspflicht nach der Fachanwaltsordnung

Bezüglich der zu leistenden jährlichen Fortbildung und der Anerkennung angebotener Seminare gibt es leider immer wieder Unklarheiten und Unstimmigkeiten. Nachfolgend finden Sie einige Hinweise, um zukünftige Probleme zu reduzieren oder zu vermeiden.

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